Montag, März 24, 2008

Migros - Länger arbeiten

Branchenleader Migros erhöht die Arbeits­zeit für rund zehn Prozent der Belegschaft von 41 auf 43 Wochenstunden.
Die Zeitbombe tickte schon seit fünf Jahren im Gesamtarbeitsvertrag: Damals stimmten die Sozialpartner KV Schweiz, der Metzgereipersonalverband und der VHTL (heute Unia) einem Passus zu, wo­nach die Migros die Arbeitszeit für ge­wisse Nebenbetriebe im Bedarfsfall um zwei Wochenstunden erhöhen darf. Be­troffen waren die Angestellten der Restau­rants, Klubschulen, Freizeitanlagen, in­dustriellen Betriebe und der Logistik. «Das war die Kröte, die geschluckt werden musste, um andere Verbesserungen durch­zusetzen», sagt Barbara Gisi, Leiterin An­gestelltenpolitik beim KV Schweiz.
Jetzt hat die Migros angekündigt, ab Juli 2008 von dieser Möglichkeit Gebrauch machen zu wollen. Betroffen sind rund g000 Mitarbeitende. «Wir sind gar nicht erfreut über diese Erhöhung», sagt Bar­bara Gisi, «aber wir hatten keine Möglich­keit, sie zu verhindern.»
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Das passt doch wunderbar zu allen anderen Berichten auf diesem Blogg!

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Dienstag, Juni 26, 2007

flexibles Rentenalter

Gewerkschaftsbund fordert flexibles Rentenalter für alle
Schindlemacher lässt Späne fliegen.

In Sonntagsreden sind ältere Arbeitnehmende begehrt. Die Realität sieht anders aus: Wer ab 50 eine Stelle sucht, stösst auf grösste Schwierigkeiten. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert ein flexibles Rentenalter ab 62 Jahren, den Abbau von Diskriminierungen und mehr Weiterbildung.

[sda] - Immer weniger ältere Arbeitnehmende gehen in der Schweiz einer Erwerbsarbeit nach. Die Erwerbsquote der älteren Beschäftigten sei in den letzten 15 Jahren ständig gesunken und liege mittlerweile noch bei 67,7 Prozent, stellte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien in Bern fest.

Der freiwillig gewählte Ausstieg (Frühpensionierung) sei heute das Privileg hoher Einkommen. Häufig stehe das vorzeitige Ausscheiden mit gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang. Die IV-Quote der Männer vor dem ordentlichen Rentenalter sei enorm hoch, so Rechtsteiner.
Immer häufiger sind laut SGB aber die Fälle des unfreiwilligen Ausscheidens aus dem Erwerbsprozess. Diese Menschen seien meist ohne reale Chancen, im Alter von 55 bis 65 Jahren noch eine Arbeitsstelle finden zu können.

Der SGB fordert daher ein Recht auf einen flexiblen Übergang in die Pensionierung auch für untere und mittlere Einkommen. Ältere Arbeitnehmende sollten das Recht auf eine Frühpensionierung in der AHV ab Alter 62 haben. Arbeitnehmende in gesundheitlich besonders belastenden Berufen sollten ab Alter 60 eine Überbrückungsrente erhalten.

Ab 55 Jahren sollen laut SGB die Beschäftigten ausserdem ihren Stellenumfang um 10 bis 20 Prozent kürzen können. Dabei soll durch Änderungen bei den Sozialversicherungen die volle Versicherung für den Lohn für 100 Prozent weiter gelten.
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solange es dann noch so soziale Unternehmen wie die Migros gibt...........

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Montag, April 16, 2007

Migros will bis zu 1600 Stellen streichen

Schlechte Nachrichten für Migros-Mitarbeiter oder solche, die es werden wollen. Auch im nächsten Jahr wird der Grossverteiler ein bis zwei Prozent der Stellen streichen. Bei einem Angestelltenbestand von über 80 000 Personen bedeutet dies einen Abbau von zwischen 800 und 1600 Stellen. Dies sagte Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview der «SonntagsZeitung».

Immer günstiger als Coop

Im gleichen Ausmass seien auch letztes Jahr Stellen abgebaut worden. 2005 hatte der Migros-Konzern im Jahresdurchschnitt noch 81 049 Mitarbeitende beschäftigt. Auch die Preise will Bolliger dieses Jahr im gleichen Mass wie im Vorjahr senken, das heisst um etwa ein Prozent oder 100 Millionen Franken. «Wir werden immer günstiger sein als Coop», sagte der Migros-Chef.

Preiskampf verschärft sich

Der Preiskampf werde sich aber weiter verschärfen, wenn Lidl in den Markt eintrete. Auf die Untersuchung der Wettbewerbskommission zur geplanten Übernahme des Discounters Denner angesprochen, sagte Bolliger, der Kauf durch die Migros sei die beste Lösung. Denn nur so bleibe Denner Denner und werde nicht an einen Ausländer verkauft.

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Freitag, März 09, 2007

Zahlreiche Verschlechterungen bei Migros-GAV

Vergleich zwischen neuem und altem Migros-GAV jetzt verfügbar: Im August 2006 hat die Migros-Leitung der Öffentlichkeit und ihren Mitarbeitenden kommuniziert, dass im neuen GAV wesentliche Verbesserungen enthalten sind, so zum Beispiel zwei Wochen bezahlter Vaterschaftsurlaub oder 18 Wochen Mutterschaftsurlaub.

Im November 2006 machte die Gewerkschaft Unia an einer Medienkonferenz dann öffentlich:

Dem einen Fortschritt (Vaterschaftsurlaub) stehen zahlreiche konkrete Verschlechterungen im Vertrag gegenüber. Die Migros-Leitung reagierte postwendend und bezeichnete die Vorwürfe von Unia als «ausschliesslich unwahr».Nun ist der neue Migros- Landes-Gesamtarbeitsvertrag gedruckt und Unia legt den Vergleich vor. Es wird deutlich, dass Unia Recht hatte:

Letztlich ist der neu eingeführte Vaterschaftsurlaub der einzige klare Fortschritt. Selbst die 18 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub sucht man im neuen GAV vergeblich.

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