Dienstag, Oktober 16, 2007

Haarfärbemittel

Viele heikle Stoffe in den Haarfärbemitteln der MIGROS



Bedenklicher Gift-Cocktail mit hohem Allergiepotenzial.




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Sonntag, Oktober 07, 2007

Sozialabbau


BLICK 23:45 06.10.2007


Der Bundesrat will bei den Sozialwerken 5,4 Milliarden sparen. Sicherheitshalber soll das Volk aber erst nach den Wahlen über die Abbaupläne informiert werden.




Armen, Alten und Arbeitslosen in der Schweiz drohen massive Mittelkürzungen. Bis 2015 will der Bundesrat im Bundesbudget acht Milliarden Franken einsparen. Bisher war unklar, wie viel davon bei der sozialen Wohlfahrt gestrichen werden soll – also bei AHV, IV oder Arbeitslosenversicherung.


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Dienstag, Juli 10, 2007

Immer mehr ältere Menschen sind konkurs

10. Juli 2007, 11:30, NZZ Online

Die Zahl der Privatkonkurse hat in der Schweiz trotz guter Konjunktur dramatisch zugenommen. Im ersten Halbjahr wurde ein neuer Höchststand verzeichnet. Für immer mehr ältere Menschen scheint der Konkurs der letzte Ausweg zu sein. Dagegen sinkt wegen der florierenden Wirtschaft die Zahl der Firmenkonkurse, und die Neugründungen boomen wie noch nie.
chs./(ap) In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gab es in der Schweiz 8,2% Privatkonkurse mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Total waren es 3171 Pleiten, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform festhält. Damit sei die Marke von 3000 Privatkonkursen erstmals bereits Mitte Jahr überschritten.
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Wieviele von den tausenden von Ausgesteuerten müssen Konkurs anmelden?
Wieviele von den Neugründungen sind eine Verzweiflungstat von Ausgesteuerten?
Wieviele dieser Neugründungen gehen bei der nächsten kleinen Flaute bachab?

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Montag, Juli 02, 2007

Weniger Sozialfälle in Städten

Rückgang in Zürich, Basel, Winterthur, Uster und Schaffhausen
Die gute Konjunktur entschärft die finanzielle Situation der Sozialhilfe. In fünf von acht Schweizer Städten ist die Zahl der Sozialfälle im Jahr 2006 gesunken. Wo die Fallzahlen noch stiegen, hat sich die Zunahme immerhin deutlich abgeschwächt. Die Sozialamts-Vorsteher sprechen von leichter Entspannung, wollen aber noch keine Entwarnung geben.
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Vor allem die Wirtschaft müsse bereit sein, tatsächlich vermehrt Personen zu beschäftigen, die länger arbeitslos waren oder nicht hoch qualifiziert sind. Auch in der IV sei die Arbeitsintegration mit aller Konsequenz zu verfolgen. Sollte dies nicht gelingen, drohe wiederum zusätzlicher Druck auf die Sozialhilfe.

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Dienstag, Juni 26, 2007

flexibles Rentenalter

Gewerkschaftsbund fordert flexibles Rentenalter für alle
Schindlemacher lässt Späne fliegen.

In Sonntagsreden sind ältere Arbeitnehmende begehrt. Die Realität sieht anders aus: Wer ab 50 eine Stelle sucht, stösst auf grösste Schwierigkeiten. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert ein flexibles Rentenalter ab 62 Jahren, den Abbau von Diskriminierungen und mehr Weiterbildung.

[sda] - Immer weniger ältere Arbeitnehmende gehen in der Schweiz einer Erwerbsarbeit nach. Die Erwerbsquote der älteren Beschäftigten sei in den letzten 15 Jahren ständig gesunken und liege mittlerweile noch bei 67,7 Prozent, stellte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien in Bern fest.

Der freiwillig gewählte Ausstieg (Frühpensionierung) sei heute das Privileg hoher Einkommen. Häufig stehe das vorzeitige Ausscheiden mit gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang. Die IV-Quote der Männer vor dem ordentlichen Rentenalter sei enorm hoch, so Rechtsteiner.
Immer häufiger sind laut SGB aber die Fälle des unfreiwilligen Ausscheidens aus dem Erwerbsprozess. Diese Menschen seien meist ohne reale Chancen, im Alter von 55 bis 65 Jahren noch eine Arbeitsstelle finden zu können.

Der SGB fordert daher ein Recht auf einen flexiblen Übergang in die Pensionierung auch für untere und mittlere Einkommen. Ältere Arbeitnehmende sollten das Recht auf eine Frühpensionierung in der AHV ab Alter 62 haben. Arbeitnehmende in gesundheitlich besonders belastenden Berufen sollten ab Alter 60 eine Überbrückungsrente erhalten.

Ab 55 Jahren sollen laut SGB die Beschäftigten ausserdem ihren Stellenumfang um 10 bis 20 Prozent kürzen können. Dabei soll durch Änderungen bei den Sozialversicherungen die volle Versicherung für den Lohn für 100 Prozent weiter gelten.
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solange es dann noch so soziale Unternehmen wie die Migros gibt...........

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Samstag, Juni 09, 2007

Ein geistig Behinderter fällt aus dem Rahmen

Beobachter 12/2007

14 Jahre lang arbeitete Pascal Lienert als Hilfskraft in der Migros Thalwil. Der Job war für den 35-Jährigen ein Glücksfall: Lienert ist geistig behindert und bezieht eine IV-Rente. Die Arbeit – Lienert stellte unter anderem die Einkaufswagen zusammen und half im Gemüserayon aus – gab ihm eine feste Tagesstruktur ausserhalb einer geschützten Werkstätte. Eine bessere Integration in die Arbeitswelt hätten sich die Eltern Lienert für ihren Sohn nicht wünschen können.

Doch jetzt hat die Migros Pascal Lienert gekündigt. Kunden hätten reklamiert, er sei ihnen gegenüber ausfällig geworden und aggressiv aufgetreten. Auch mit den anderen Mitarbeitenden hätte es zunehmend Konflikte gegeben. Kurz: Lienert sei nicht mehr tragbar und passe nicht mehr ins Konzept, beschied der Filialleiter des Supermarkts Lienerts Eltern.
Ein Opfer des Konkurrenzkampfs?

Die Behinderung, eine psychoorganische Störung, bedingt in der Tat, dass Veränderungen den jungen Mann schnell aus dem Konzept bringen können. Da in der Migros in Thalwil derzeit umgebaut wird, ist Flexibilität verlangt. Das machte Pascal Lienert Mühe – etwa wenn ein Auto auf dem für die Einkaufswagen reservierten Parkfeld stand. Der junge Mann muss dabei Grenzen überschritten haben, wie sein Vater Harald Lienert nachträglich in Erfahrung brachte. Das Pech seines Sohnes ist, dass man ihm die Behinderung nicht ansieht.
«Wir verstehen, dass Pascals Reaktion nicht toleriert werden kann», erklärt sein Vater. Von der Migros, die stets ihr soziales Engagement betont, hätte man jedoch mehr Gesprächsbereitschaft erwartet – auch um nach allfälligen Lösungen gemeinsam suchen zu können. So haben die Eltern Lienert mehrfach darum gebeten, sie bei Problemen anzurufen. Doch Kontakt mit dem Filialleiter hatten sie nur einmal: an dem Tag, als die Kündigung ausgesprochen wurde. Die Intervention bei der Personalabteilung der Genossenschaft Zürich hatte keinen Erfolg. Harald Lienert bleibt nur die Feststellung: «Unter dem Konkurrenzdruck hat wohl die Philosophie der Migros im Umgang mit Behinderten geändert.»

Dominique Hinden
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Das soziale Kapital ist aufgebraucht.

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Sonntag, Juni 03, 2007

Am Schluss die Alten

Liebe SVP, liebe FDP, es tut mir Leid, meine Stimme kann ich Ihnen nicht mehr geben! Ich bin 62, aus Tradition und Erfahrung tief bürgerlich verwurzelt. Aus meiner Sicht verloren Sie mitt­lerweile die Bodenhaftung in einem Ausmass, was mich als mehr oder weniger verantwortungsvollen Bürger zwingt, nur noch die SP zu unterstützen. Ihre Repräsentanten lassen nicht die kleinste Möglichkeit aus, um Volksvermögen von unten nach oben zu schaufeln. Sie änderten die Anlagestrategie der Pensionskassen, setzten Milliarden in den Sand. Es stört sie nicht, dass unsere genossenschaftlich organisierten Grossverteiler alles niedermähen, was vom privaten Detailhandel noch übrig blieb. Das Landwirtschaftsamt könnten Sie auslagern und unter die Regie von Migros und Coop stellen. Sie lassen im Gesundheitswesen ein Kassensystem zu, welches mir in der Werbung massive Einsparungen verspricht, auf Anfrage aber mitteilt - ja, aber nur für unter 50-Jährige. Sie schüren Existenzängste und beginnen die Sozialeinrichtungen auszuhebeln. Jetzt sind es die Handicapierten, dann die Dicken, zum Schluss die Alten. Es tut mir Leid.
H. B., DÜBENDORF

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Samstag, Februar 03, 2007

Suche nach dem richtigen Weg

Die 5. IV-Revision hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, mehr Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ein Mensch, nennen wir ihn Hans Meier, arbeitet als Sachbearbeiter in einem KMU. Als der Betrieb in eine Krise rutscht, häufen sich seine Absenzen. Einmal setzen ihn Rückenschmerzen ausser Gefecht, dann muss er wegen eines Burn-Outs einen Kuraufenthalt absolvieren, danach schreibt ihn der Arzt wegen einer Depres­sion krank. Als im Betrieb schliesslich Stel­len abgebaut werden, muss Meier, der zu jenem Zeitpunkt gerade einmal nicht krank geschrieben ist, als erster gehen.

Er meldet sich beim RAV an und liefert pflichtschuldig, aber ohne Motivation seine zehn Bewerbungsbemühungen pro Monat ab, denn er weiss, dass seine Qualifika­tionen auf dem Arbeitsmarkt nicht gerade gefragt sind. Er besucht den einen oder an­deren Weiterbildungskurs, nimmt an einem Beschäftigungsprogramm teil – und ist nach Ablauf der 400 Wochentage, in denen er Taggelder erhält, immer noch arbeitslos. Physisch wie psychisch baut er auch in die­ser Zeit massiv ab.

Danach reichen die Ersparnisse noch ein Jahr, bevor er den Gang aufs Sozialamt nicht mehr abwenden kann. Der zuständige So-zialarbeiter schickt ihn erneut in Beschäftigungsprogramme, um seine Arbeitsmarkt­fähigkeit zu erhöhen, doch der gewünschte Erfolg bleibt aus. Meiers Gesundheitszu­stand verschlechtert sich in all dieser Zeit zusehends, und irgendwann fordert ihn der Sozialarbeiter auf, sich bei der IV anzumelden.

Diese lässt Meier nach einer Wartefrist abklären und kommt zum wenig überra­schenden Schluss, dass Meiers Verfassung ursächlich mit seiner Situation zusammen­hänge. Was er brauche, sei deshalb keine Rente, sondern berufliche Massnahmen, die ihm den Weg zurück ins Erwerbsleben ebnen. Über fünf Jahre nach den ersten Krankheitssymptomen steht Hans Meier wieder ganz am Anfang.

VORPROGRAMMIERT

Hans Meier gibt es nicht. Nicht erfunden hingegen ist der Gang durch die Institutio­nen. Wenn sich alle involvierten Amtsstellen und Versicherungen streng an den Buchsta­ben des Gesetzes halten, dann kann dieser Abstieg in Raten im Gegenteil im schlimms­ten Fall genau so vor sich gehen. In den Aktenschränken der IV und der Sozialbehör­den stapeln sich heute ähnlich gelagerte Fälle.

Das ist weniger die Schuld der Institutio­nen, sondern der Gesetze, die jedem ein­zelnen Sozialwerk bestimmte Aufgaben zu­weisen. Das RAV hat keine Berechtigung, gesundheitliche Abklärungen anzuordnen, die Sozialämter kommen als subsidiäre Be­hörde gemäss Auftrag erst dann zum Zug, wenn alle anderen Möglichkeiten ausge­schöpft sind, und die IV wird erst einge­schaltet, wenn sich jemand von sich aus anmeldet – sei es aus freien Stücken oder auf Weisung des Sozialamtes. Das ganze System ist geradezu darauf ausgelegt, schwer vermittelbare, gesundheitlich ange­schlagene Menschen aufs Abstellgleis zu schieben. Die Folgen: Die Zahl der Fürsor­geabhängigen steigt abgesehen von kon­junkturellen Schwankungen seit Jahren konstant an, und bei der IV sind es vor allem psychische Leiden, welche für den rasanten Anstieg der Rentenanträge in den vergan­genen 15 Jahren gesorgt haben. Wer heute nicht voll leistungsfähig ist, hat es immer schwerer, im Arbeitsmarkt eine Nische zu finden.

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