Mittwoch, November 13, 2013

Hofberichterstattung in der «Sonntags-Zeitung»

Letzte Woche hat die Migros-Tochter Globus das Modehaus Schild übernommen. Die Migros steigt damit auf zur Nummer eins im Schweizer Markt für Mode der mittleren und gehobenen Preisklasse. Die«Sonntags-Zeitung» nahm diesen Coup zum Anlass, um ein Interview mit dem Migros-Chef Herbert Bolliger zu führen. Wer allerdings auf ein paar kritische Fragen gehofft hatte, sah sich getäuscht. Im Interview ging es unter anderem darum, dass Bolliger seine perfekt sitzenden Anzüge seit Jahren bei Globus kauft und Sport treiben muss, wenn er weiterhin in die Standardgrösse rein passen will. Es ging um seine Vorliebe für Porsches und Formell und darum, dass ihm der «Aktionsplan grüne Wirtschaft» von Doris Leuthard auf die Nerven geht. Als man doch noch kurz auf die Übernahme zusprechen kam, durfte Bolliger seinem Stolz auf diesen «Schildbürgerstreich» Ausdruck verleihen, sich rühmen, zwei «Topmarken zum attraktiven Portal für den Markteintritt in die Schweiz»gemacht zu haben.

Keine Frage dazu, wie sich dieser Hang zum Gigantismus mit dem ursprünglichen Geist der Migros als Genossenschaft, als sozial geprägtes Unternehmen für die kleine n Leute, unter einen Hut bringen lässt. Oder dazu, wer den Deal bezahlt hat: Die Kunden der Migros. "Und die Mitarbeiter. (Anmerkung Blogger)"

Bei der internen Blattkritik sei das Interview gutweggekommen, heißt es bei der «Sonntags-Zeitung». Kein Wunder: In der gleichen Ausgabe schaltete die Migros gleich sechs Seiten Werbung hintereinander. Kosten gemäss Inseratentarif:106635 Franken.

Denise Bucher / saldo Nr. 18, 6. November 2013

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Donnerstag, Dezember 15, 2011

Migros baut Stellen ab

Der starke Franken macht der Migros zu schaffen: Migros-Chef Herbert Bolliger kündigt in einem Interview einen Stellenabbau an – und zwar vorwiegend in Läden an der Grenze.

Der starke Franken und der damit verbundene Einkaufstourimus haben Auswirkungen auf die Arbeitsplätze bei Migros und Coop. In den Migros-Geschäften dürfte die Zahl der Stellen sinken, wie Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte.

«Kosten bedeuten bei uns vor allem Personalkosten, und da nimmt der Druck zu», sagte Bolliger. «Im Kerngeschäft, also bei den Supermärkten, werden wir weniger Stellen anbieten.»

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Druckaufträge der Migros sorgen für rote Köpfe

Von Christian Lüscher. Tages-Anzeiger

Migros-Chef Herbert Bolliger kritisiert den grenznahen Einkaufstourismus, der Arbeitsplätze gefährde. Dabei druckt die Migros für viel Geld im Ausland. Aus Preisgründen, wie sie selbst sagt.

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Sonntag, März 14, 2010

Gefeuert wegen Sandwich

Am 4. Februar 2010 um 9.30 Uhr in der Migros-Filiale «Stücki» in Basel: Die 20-jährige Lebensmittel-Verkäuferin Monika R.* hat einen Hungerast. Sie nimmt sich ein Frikadellen-Sandwich aus dem Regal und isst es. Zehn Minuten später holt sie in ihrem Personalkästli das Portemonnaie und bezahlt an der Kasse. Tags darauf zitiert die Personalabteilung Monika R. zum Hauptsitz der Basler Migros-Genossenschaft. Dort teilt ihr der Personalleiter mit: «Sie sind fristlos entlassen.» Die Begründung: Sie habe während der Arbeit ein Sandwich verzehrt, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezahlt gewesen sei. Somit handle es sich um «Mundraub», einen geringfügigen Diebstahl, der gemäss Hausordnung die fristlose Kündigung zur Folge habe.

«Skandalös, wie ein vermeintlich sozialer Arbeitgeber wie die Migros mit dem Personal umspringt»

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Samstag, März 28, 2009

Keine Preise mehr an Migros-Produkten

16:14 | 28.03.2009

ZÜRICH – In Zukunft will auch der orange Riese seine Produktpreise nur noch am Regal anschreiben. Dies beschlossen heute die Delegierten – zum Ärger der Konsumentenschützer.

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etwas viel Risiko in dieser Krise

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Dienstag, September 23, 2008

Markenstrategie

Migros überdenkt ihre Markenstrategie
Mit Hilfe externer Berater prüft der orange Riese seine 250 Marken zurzeit auf Herz und Nieren. Er versucht, wenige Kernmarken herauszuschälen.
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Immer noch das gleiche Problem. Die eigenen Leute sind zu dumm.

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Samstag, Dezember 22, 2007

Lohnerhögungen

Gewerkschaftsbund kritisiert Migros

Abstriche mussten die Gewerkschaften noch in anderer Hinsicht machen: Zum einen teilen die Arbeitgeber einen gewichtigen Teil der Lohnsteigerungen nach wie vor individuell nach Leistungskriterein zu. Besonderer Kritik des Gewerkschaftsbunds sieht sich dabei die Migros als grösste heimische Arbeitgeberin ausgesetzt, weil sie den ausgehandelten 2-Prozent-Abschluss ausschliesslich individuell verteilt und damit längst nicht all ihren rund 79'000 Beschäftigenn einen Teuerungsausgleich gewährt.

Das soziale Kapital!

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Montag, Dezember 10, 2007

Reallohn

Die Wirtschaft wächst und wächst, doch nichts ist mehr wie früher. Sogar den Grossbanken wird es allmählich unbehaglich. In einer Studie der UBS heisst es diese Woche: «Die Früchte des anhaltenden Wachstums sind bisher recht einseitig den Kapitaleignern zugutegekommen. In Kontinentaleuropa ist der prozentuale Anteil der Löhne am Bruttoinlandprodukt in den letzten 20 Jahren von 66 auf 55 Prozent zurückgegangen.»

In der Schweiz ist der Reallohn seit 1998 um 1.4% gesunken.

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Freitag, November 09, 2007

Die Dargebotene Hand

Immer mehr Menschen fallen aus dem Arbeitsbereich sowie aus ihrem sozialen Netz heraus. Durch den unantastbaren Wert der Effizienzsteigerung und Gewinnoptimierung in globaler Abhängigkeit nimmt der Druck auf die Belastbarkeit und Flexibilität des Menschen stetig zu.

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Dienstag, Oktober 16, 2007

Haarfärbemittel

Viele heikle Stoffe in den Haarfärbemitteln der MIGROS



Bedenklicher Gift-Cocktail mit hohem Allergiepotenzial.




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Dienstag, Oktober 09, 2007

Migros plant Webshop in Deutschland

Laut der Wirtschaftszeitung "Cash Daily" will die Migros in Deutschland den Webshop migros.de eröffnen. Das Angebot soll 100 Produkte wie Schokolade, Teigwaren und Kaffee beinhalten. Der Shop soll flächendeckend in ganz Deutschland verfügbar sein.

Experten zweifeln an einem Erfolg. Die Logistik für einen deutschlandweiten Onlineshop sei im Lebensmittelgeschäft mit seinen tiefen Margen kaum kostendeckend möglich, so das Argument.

So sei 2001 bereits Spar mit dem Versuch gescheitert und habe sich mit Millionenverlusten aus dem Geschäft zurückgezogen. Hinzu kommt, dass Deutschland nicht eben ein Land der Online-Lebensmittelkäufer ist: 2006 wurden bei unserem nördlichen Nachbarn gerade mal 200 Mio. Franken online umgesetzt. Zum Vergleich: In der zehn Mal kleineren Schweiz waren es 180 Mio. Franken. (mag)
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Die Migros hat offenbar genug Geld, um ein wenig rumzuspielen. Es ist auch nicht das Geld der Manager, die solchen Blödsinn aushecken. Es ist das Geld der Kunden

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Montag, Oktober 08, 2007

Strahlende Babysitter

Die Strahlung ist bei vielen Geräten extrem hoch. Besonder die Geräte von MIGROS sind gefährlich:







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Sonntag, Oktober 07, 2007

Sozialabbau


BLICK 23:45 06.10.2007


Der Bundesrat will bei den Sozialwerken 5,4 Milliarden sparen. Sicherheitshalber soll das Volk aber erst nach den Wahlen über die Abbaupläne informiert werden.




Armen, Alten und Arbeitslosen in der Schweiz drohen massive Mittelkürzungen. Bis 2015 will der Bundesrat im Bundesbudget acht Milliarden Franken einsparen. Bisher war unklar, wie viel davon bei der sozialen Wohlfahrt gestrichen werden soll – also bei AHV, IV oder Arbeitslosenversicherung.


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Freitag, Oktober 05, 2007

Ältere Arbeitssuchende

In den nächsten Jahren wird sich die Altersstruktur der arbeitenden Bevöl­kerung verändern. Die zahlenmässig star­ken Jahrgänge gehen in Pension und gebur­tenschwache Jahrgänge folgen nach. Was Experten für ungefähr das Jahr 2015 voraus­sagen, hat in manchen Branchen bereits begonnen: ein Mangel an Arbeitskräften. Macht man sich in den Unternehmen im Hinblick auf diesen demografischen Wandel Gedanken? Werden neue Modelle entwi­ckelt, damit auch ältere Stellensuchende wieder vermehrt eine Chance haben?

«Partiell kann man ein Umdenken fest­stellen, im grossen Ganzen aber ist der Stel­lenmarkt immer noch sehr auf Junge kon­zentriert», sagt Ruedi Winkler, Inhaber einer Firma für Personal- und Organisationsent­wicklung und Verfasser der soeben erschie­nenen Infoschrift «Arbeitnehmende 50+»*. Dass man sich in den Firmen aber seriös mit dem anstehenden Wandel auseinanderset­ze, davon könne keine Rede sein. «So lange im Voraus planen Unternehmen gar nicht.» Reagiert werde immer nur kurzfristig. «In manchen Firmen werden jetzt Pensionierte wieder eingestellt, weil man festgestellt hat, dass man in etwas zu grossem Stil Mitarbei­tende frühzeitig in Pension geschickt hatte.» Solche Massnahmen lägen aber immerhauptsächlich im Interesse der Unter­nehmen und hätten noch nichts mit «al­ternsgerechter» Personalpolitik zu tun. «Un­ternehmen sind nun mal keine sozialen Institutionen.» Wenn Firmen ihre Mitarbei­tenden bis zur regulären Pensionierung be­schäftigten, sei das auch schon «das höchs­te der Gefühle». Neu einstellen würden sie Bewerbende dieser Alterklasse aber auch nicht mehr.

«Anfang, Mitte 50 – das ist doch eigent­lich noch kein Alter», sagt Susanne Britsch­gi, Mitinhaberin der Axos Personalberatung in Zürich. Aus ihrer täglichen Arbeit weiss sie aber nur zu gut, dass eben dieses Alter manchen Stellensuchenden zum Verhäng­nis wird. «Die Budgets für Personalkosten sind knapp, die Personalverantwortlichen müssen das Optimum herausholen.» Junge Stellenbewerber gäben sich mit niedrigeren Löhnen zufrieden und passten damit über­all besser ins Lohngefüge. Ältere hätten häu­fig unrealistische Lohnvorstellungen. Sol­chen Kunden rate sie, Abstriche zu machen. Tatsächlich kommt es laut Susanne Britschgi häufig vor, dass ältere Stellensuchende an einer neuen Stelle deutlich weniger verdie­nen. Ein häufig geäussertes Argument von Personalverantwortlichen gegen Ältere sei, dass man eine Reihe von Mitarbeitenden in die Frühpension geschickt habe und nur schon aus diesem Grund nicht wieder sol­che einstellen könne. «Und dann ist es ein­fach so, dass die Leute in den Personalabtei­lungen in der Regel sehr jung sind und aus ihrer Perspektive jeden über 50 schlicht als alt empfinden.» Auf die Frage, ob ihr in letz­ter Zeit eine punkto altersgerechter Perso­nalpolitik vorbildliche Firma aufgefallen sei, sagt Susanne Britschgi: «Nein, ich könnte keine nennen.»

ALTERSFREIE PRIVATWIRTSCHAFT

Wie sich die heute gängige Personalpolitik auf die Zusammensetzung der Mitarbei‑enden auswirkt, zeigen die Zahlen deutlich: So sind zum Beispiel bei der Baloise nur gerade 3,4 Prozent der Angestellten über 50 Jahre alt. Bei der Clariant sind es lediglich 4,2 Prozent. Kaum besser schneidet Holcim ab: Hier arbeiten 4,9 Prozent der Angestell­ten, die mindestens fünfzig Jahre alt sind. Bei der Swiss Re sind es sogar nur gerade 2,1 Prozent, wie eine Umfrage des Wirtschafts­magazins «Cash» zeigt.

Doch wo arbeiten jene Arbeitneh­menden, die zwischen 50 und 60 Jahren alt sind? Fragt man bei der öffentlichen Hand nach, stösst man auf eine ganz andere Altersstruktur: So sind zum Beispiel 30 Prozent der kantonalen Angestellten im Kanton Bern über 50 Jahre alt. Im Kanton Zürich ist zwar nicht gerade jeder dritte Angestellte über 50, aber auch hier heisst es, dass man eine regelmässige Verteilung der verschiedenen Altersklassen hat. Im Kanton Bern erklärt man sich die Unterschiede zur Privatwirtschaft unter anderem mit «einem anderen Mob ilitätsverhalten». Wer zum Bei­spiel als Polizist beim Kanton angestellt ist, bleibt oft bis zur Pensionierung dem Arbeit­geber treu. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es in diesen Berufen kaum möglich ist, den Arbeitgeber zu wechseln.

Da die Kantone bereits Erfahrungen ge­sammelt haben mit einem im Vergleich zur Privatwirtschaft hohen Anteil an älteren Ar­beitnehmenden, gibt man sich heute relativ gelassen gegenüber der demografischen Entwicklung. Es brauche Anpassungen, heisst es, so gibt es sowohl in Bern wie in Zürich ein Konzept, mit welchen Massnah­men man sich auf die demografischen Ver­änderungen vorbereiten will. Denn bereits im Jahr 2010 werden die Frauen und Män­ner über 40 Jahre mit 55 Prozent in der Schweiz die Mehrheit der Bevölkerung bil­den. Im Kanton Zürich sind die ersten spe­zifischen Kurse umgesetzt worden. Ältere Arbeitnehmende erhalten spezielle Weiter­bildungen, aber auch die Vorgesetzten wer­den geschult, damit sie die älteren Arbeit-nehmenden in Zukunft besser einbinden.

Zwar gibt es neben der öffentlichen Hand eine Reihe von Unternehmen, die in den letzten Jahren eine altersgerechte Politik eingeführt haben und ihre älteren Mitarbei­tenden gezielt fördern. Dass die Schweizer Arbeitgeber jedoch grundsätzlich auf die demografische Entwicklung schlecht vorbe­reitet sind, zeigt eine Studie der Personal­vermittlungsfirma Adecco, die diesen Früh­ling veröffentlicht wurde: Eine Umfrage in verschiedenen europäischen Ländern zu dieser Frage ergibt, dass nur gerade Frank­reich noch schlechter als die Schweiz ab­schneidet. Fazit der Studie: Die Schweiz hat einen grossen Nachholbedarf und muss ihre älteren Arbeitnehmenden besser ein­binden, sei es durch gezielte Weiterbil­dungen oder durch Gesundheitsschulung.

VERLUST AN KNOW-HOW

Ja-Job ist ein neues Stellenvermittlungsbüro in Stäfa. «Ja» steht für jung und alt. Warum richtet sich die Firma explizit auch an ältere Stellensuchende? Mitinhaber Bernhard Müller ist auch Inhaber einer Informatikfir­ma. Er hat miterlebt, wie viele seiner Kun­den in den letzten Jahren ältere Mitarbei­tende entliessen. «So begann ich mich für diese Altersgruppe zu interessieren. Ich wollte etwas für sie tun.» Wichtig ist seiner Meinung nach, dass Erwerbslose so schnell wie möglich individuell gecoacht werden. Er und seine Geschäftspartnerin arbeiten eng mit den RAV zusammen, für die sie ein Stellenvermittlungsprogramm konzipiert haben. Müller hat kürzlich 300 Firmen im Raum Zürich einen Fragebogen zum Thema 50+ verschickt. Die Frage, ob sie über 50­Jährige einstellen würden, hätten noch er­staunlich viele mit Ja beantwortet. Eine wei­tere Frage lautete, ob sie sich auch öffentlich dafür stark machen würden. Darauf sei die Antwort durchwegs klar ausgefallen: Kein Interesse. Dass vermehrt auch wieder Ältere
zum Zug kommen, erstaunt Müller nicht. «In vielen Firmen merkt man, dass die alten Füchse fehlen.» Die Kündigungswelle vor rund fünf Jahren hat seiner Meinung nach «riesige Know-how-Löcher hinterlassen».

VORBEHALTE JE NACH KONJUNKTUR

Trotz allen Schwierigkeiten: Der Anteil der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50 bis 59 ist deutlich geringer als in allen anderen Alters­kategorien. Ganz anders sehen die Zahlen bei den Langzeitarbeitslosen aus. Die kürz­lich erschienene AMOSA-Studie** zu Lang­zeitarbeitslosigkeit bestätigt, dass ältere Arbeitnehmende seltener arbeitslos werden als jüngere. Wenn sie aber arbeitslos wer­den, dann ist ihr Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, sehr hoch. Die Studie kommt in der in der Altersgruppe 50 bis 59 auf 31 Pro­zent bzw. 39 Prozent.

«Seit etwa einem Jahr ist wieder etwas Bewegung in den Stellenmarkt gekommen», sagt Suzanne Bauer, Leiterin des RAV Win­terthur, «und zwar so, dass durchaus auch Ältere wieder vermehrt eingestellt werden.» Es sei jedoch ein Riesenunterschied, ob je­mand 50 oder 60 Jahre alt sei. «Die Chance, mit über 60 Jahren nochmals eine neue Stel­le zu finden, ist gleich null.» Voraussetzung für eine neue Stelle sei bei älteren jedoch mehr noch als bei jüngeren Stellensuchen­den, dass die Arbeitsbiografie stimmt, das heisst, eine gute Ausbildung, gute Arbeits­zeugnisse und ein lückenloser Lebenslauf sind unerlässliche Voraussetzungen. An­sonsten sei der Jugendlichkeitswahn auf dem Arbeitsmarkt noch weit verbreitet, ganz besonders in der IT- und Multimedia-Branche. Ihrer Meinung nach ist der Um­gang mit dem Alter der Mitarbeitenden eine Frage der Firmenkultur. «Ich persön­lich finde eine gewisse altersmässige Band­breite überhaupt kein Problem, ganz im Gegenteil», sagt Suzanne Bauer. Auf dem RAV in Winterthur seien selbstverständlich Mitarbeitende aus mehreren Generationen vertreten. Die Jüngeren könnten vom Know-how der Älteren profitieren. Für Vor­behalte gegenüber Älteren gibt es ihrer Mei­nung nach verschiedene Gründe. «Druck und Tempo haben sicher sehr zugenommen und so sind vielleicht gewisse Personalver­antwortliche der Ansicht, dass die Älteren nicht mehr mithalten können.» Doch sei es erstaunlich, betont Suzanne Bauer, wie schnell solche Vorurteile verschwinden, wenn es mit der Konjunktur wieder auf­wärts geht. .

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Nichts unversucht lassen

«Es vergeht kein Tag, ohne dass ich eine oder mehrere Bewerbungen schreibe», sagt Markus Hablützel*. Der 55-Jährige tut dies seit mittler­weile fünf Jahren. 400- oder 500-Mal hat er sich mittlerweile beworben. So genau kann er das nicht mehr sagen. Er hat längst aufgehört zu zählen. Ganze drei Mal wurde er zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Zuletzt war Markus Hablützel im Direktions­kader einer Schweizer Privatbank tätig, aller­dings nur ein Jahr lang. Zuvor arbeitete er als selbstständiger Berater im Allfinanz-Bereich. Von der neuen Stelle versprach er sich eine gewisse Kontinuität und Sicherheit. Er unter­zog sich einem ausserordentlich aufwändigen Bewerbungsprozedere mit zehn Vorstellungs­gesprächen. Die Enttäuschung war gross, als er nur ein halbes Jahr später die Kündigung erhielt. Die Bank hatte eine andere gekauft. Als Folge dieser Übernahme wurde seine Stelle gestrichen. Die Bank entliess ihn mit einer Abfindung und bezahlte ihm eine Outplace­ment-Beratung, was ihm seiner Meinung nach aber nichts brachte.

Er meldete sich auf dem Regionalen Ar­beitsvermittlungszentrum RAV. Dort wurderasch klar, dass ihm bei der Stellensuche nie­mand helfen konnte. So nahm er die Unterstüt­zung von Personalvermittlern in Anspruch. Er habe mit Freude zur Kenntnis genommen, sagt Markus Hablützel, als ein Headhunter ihm vor einigen Monaten gesagt habe, mit dem Ju­gendlichkeitswahn sei es vorbei, der Trend gehe jetzt in eine andere Richtung: ältere und erfahrene Leute seien wieder gefragt. Heute, ein paar Dutzend Bewerbungen später, stellt Markus Hablützel ernüchtert fest, dass er von diesem angeblichen Trend bisher nichts ge­merkt, geschweige denn davon profitiert hat. «In den Firmen wird zu wenig sozial gedacht, die Unternehmen machen Profit auf Kosten der Arbeitnehmer.» An den Personalvermittlern liegt es seiner Meinung nach nicht. Diese be­teuerten ihm gegenüber immer wieder, dass sie gerne auch Ältere vermitteln würden, doch seien die Vorgaben der Firmen derart rigoros – bezüglich des Alters beispielsweise liege die Limite allerhöchstens bei 45 – dass sie fürch­teten, ihre Aufftraggeber zu verlieren, wenn sie ihnen nicht einen hundertprozentig dem Anfor­derungsprofil entsprechenden Kandidaten vor­schlagen würden.

Heute ist Markus Hablützel von der Fürsor­ge abhängig. Die zermürbende Suche nach einer neuen Stelle hat sich auch auf sein Privat­leben ausgewirkt. Seine Frau zog mit dem Kind aus der gemeinsamen Wohnung aus. Am wich­tigsten ist ihm momentan, dass er gesund bleibt. Er hat miterlebt, wie Kollegen in ähn­lichen Situationen mit psychischen Problemen kämpfen. Und wie schafft er es nach den un­zähligen Absagen überhaupt noch, Bewer­bungen zu verschicken? Er wolle die Hoffnung nicht aufgeben und dürfe einfach nichts unver­sucht lassen, sagt Markus Hablützel. Am liebs­ten wäre ihm eine Stelle im Vertrieb oder im Marketing eines Finanzdienstleisters.

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Wie sollen ältere Arbeitnehmende entlastet werden?

Ältere Arbeitnehmende kommen den Arbeit­geber teurer zu stehen, da die Sozialabgaben höher sind. In der beruflichen Vorsorge wird eine Mindesthöhe der Abzüge festgeschrie­ben: Dieser Mindestansatz steigt mit zuneh­mendem Alter des Arbeitnehmenden. Bei den Jungen beträgt die minimale Abgabe sieben Prozent des versicherten Lohnes. Ab 35 Jahren steigt die Abgabe auf zehn Prozent. Für einen Arbeitnehmenden zwischen 55 und 65 Jahren sind es 18 Prozent.
Trotz dieser Mehrbelastung, die nachweis­lich zu einer Benachteiligung der älteren Arbeit-nehmenden führt, hat der Bundesrat vor Kurzem beschlossen, das System der mit dem Alter zunehmenden Beiträge (Altersgutschriften) derzweiten Säule zu belassen. Zwar sei das beste­hende System nicht ideal, argumentiert die Regierung, eine Änderung würde aber zu viel Geld verschlingen, zu lange dauern und die jüngeren Generationen zu stark belasten.

Verbessert werden soll aber die Situation der älteren Arbeitnehmenden mit verschiedenen anderen Massnahmen in unterschiedlichen Be­reichen:

Sowohl bei der 1. wie auch bei der 2. Säule soll eine Teilpensionierung möglich sein. Das heisst, dass man ohne Renteneinbusse das Arbeitspensum bereits vor der Pensio­nierung reduzieren kann. Zu diesen Fragen muss in den nächsten Monaten das Parla­ment befinden.

Die 3. Säule soll bei Leuten, die über 65 Jahre alt sind, noch geäufnet werden kön­nen, wenn diese erwerbstätig bleiben.Arbeitslosenversicherung: Bei der Arbeits­losenversicherung, die heute defizitär ist, soll Ende Jahr eine Revision in Angriff ge­nommen werden. In diesem Zusammen­hang schlägt die Verwaltung vor, den älteren Arbeitnehmenden verbesserte Einarbei­tungszuschüsse zu gewähren, damit sie bei der Stellensuche bessere Chancen haben. Bereits heute haben Arbeitslose über 55 Anspruch auf maximal 520 Taggelder, Jün­gere bekommen 400 Taggelder

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Dienstag, Juli 10, 2007

OnlineAufruf zum Schuldenmachen

09.07.2007 -- Tages-Anzeiger

Teure Heimelektronik auf Pump: Kreditkarten machens möglich.

Wer eine Gratiskreditkarte von Migros oder Coop hat, wird eingeladen, das Fitnessabo oder das TV-Gerät abzustottern. Nur so rechnet sich das Geschäft. Von Romeo Regenass
Branchenkenner hatten es immer gesagt: Für die Herausgeber von Kreditkarten ohne Jahresgebühr geht die Rechnung nur auf, wenn möglichst viele Konsumenten von der Teilzahlungsmöglichkeit Gebrauch machen. Wenn sie also die Monatsrechnung bei Erhalt nicht ganz begleichen. Das generiert satte Zinsen, welche die entgangenen Jahresgebühren kompensieren.

Ein Jahr, nachdem die erste Gratiskarte an den Start ging, bekommen die Experten Recht.
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«Nichts Amoralisches dabei» «Beides ist eine klare und offensive Einladung zur Verschuldung», sagt Michael Claussen, Stellenleiter der Basler Budgetberatung Plusminus. Von «einem Einfallstor mehr in die Verschuldung» spricht Susanne Johannsen von der Fachstelle für Schuldenfragen im Kanton Zürich.
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Auch für Migros-Sprecher Urs Peter Naef (peter.naef@mgb.ch) gibt es nun mal Leute, die etwas anschaffen wollen, das sie sich eigentlich gar nicht leisten könnten. ....................

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Immer mehr ältere Menschen sind konkurs

10. Juli 2007, 11:30, NZZ Online

Die Zahl der Privatkonkurse hat in der Schweiz trotz guter Konjunktur dramatisch zugenommen. Im ersten Halbjahr wurde ein neuer Höchststand verzeichnet. Für immer mehr ältere Menschen scheint der Konkurs der letzte Ausweg zu sein. Dagegen sinkt wegen der florierenden Wirtschaft die Zahl der Firmenkonkurse, und die Neugründungen boomen wie noch nie.
chs./(ap) In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gab es in der Schweiz 8,2% Privatkonkurse mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Total waren es 3171 Pleiten, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform festhält. Damit sei die Marke von 3000 Privatkonkursen erstmals bereits Mitte Jahr überschritten.
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Wieviele von den tausenden von Ausgesteuerten müssen Konkurs anmelden?
Wieviele von den Neugründungen sind eine Verzweiflungstat von Ausgesteuerten?
Wieviele dieser Neugründungen gehen bei der nächsten kleinen Flaute bachab?

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Montag, Juli 02, 2007

Weniger Sozialfälle in Städten

Rückgang in Zürich, Basel, Winterthur, Uster und Schaffhausen
Die gute Konjunktur entschärft die finanzielle Situation der Sozialhilfe. In fünf von acht Schweizer Städten ist die Zahl der Sozialfälle im Jahr 2006 gesunken. Wo die Fallzahlen noch stiegen, hat sich die Zunahme immerhin deutlich abgeschwächt. Die Sozialamts-Vorsteher sprechen von leichter Entspannung, wollen aber noch keine Entwarnung geben.
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Vor allem die Wirtschaft müsse bereit sein, tatsächlich vermehrt Personen zu beschäftigen, die länger arbeitslos waren oder nicht hoch qualifiziert sind. Auch in der IV sei die Arbeitsintegration mit aller Konsequenz zu verfolgen. Sollte dies nicht gelingen, drohe wiederum zusätzlicher Druck auf die Sozialhilfe.

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Dienstag, Juni 26, 2007

flexibles Rentenalter

Gewerkschaftsbund fordert flexibles Rentenalter für alle
Schindlemacher lässt Späne fliegen.

In Sonntagsreden sind ältere Arbeitnehmende begehrt. Die Realität sieht anders aus: Wer ab 50 eine Stelle sucht, stösst auf grösste Schwierigkeiten. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert ein flexibles Rentenalter ab 62 Jahren, den Abbau von Diskriminierungen und mehr Weiterbildung.

[sda] - Immer weniger ältere Arbeitnehmende gehen in der Schweiz einer Erwerbsarbeit nach. Die Erwerbsquote der älteren Beschäftigten sei in den letzten 15 Jahren ständig gesunken und liege mittlerweile noch bei 67,7 Prozent, stellte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien in Bern fest.

Der freiwillig gewählte Ausstieg (Frühpensionierung) sei heute das Privileg hoher Einkommen. Häufig stehe das vorzeitige Ausscheiden mit gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang. Die IV-Quote der Männer vor dem ordentlichen Rentenalter sei enorm hoch, so Rechtsteiner.
Immer häufiger sind laut SGB aber die Fälle des unfreiwilligen Ausscheidens aus dem Erwerbsprozess. Diese Menschen seien meist ohne reale Chancen, im Alter von 55 bis 65 Jahren noch eine Arbeitsstelle finden zu können.

Der SGB fordert daher ein Recht auf einen flexiblen Übergang in die Pensionierung auch für untere und mittlere Einkommen. Ältere Arbeitnehmende sollten das Recht auf eine Frühpensionierung in der AHV ab Alter 62 haben. Arbeitnehmende in gesundheitlich besonders belastenden Berufen sollten ab Alter 60 eine Überbrückungsrente erhalten.

Ab 55 Jahren sollen laut SGB die Beschäftigten ausserdem ihren Stellenumfang um 10 bis 20 Prozent kürzen können. Dabei soll durch Änderungen bei den Sozialversicherungen die volle Versicherung für den Lohn für 100 Prozent weiter gelten.
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solange es dann noch so soziale Unternehmen wie die Migros gibt...........

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